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- LSK/LV -

 
 
--die Parade 1984 zum 35. JT der DDR--
 
 
 
  07.10.1984- Ehrenparade der NVA aus Anlass des 35. Jahrestages der Gründung der DDR
mit aktiver Beteiligung fliegender Einheiten der LSK/LV NVA


Ein Ereignis setzte insbesondere bei uns Nachrichtenleuten im Kdo LSK/LV schon einige Aufwendungen in Gang.
Im Rahmen der NVA Ehrenparade zum 35. Jahrestag der Gründung der DDR, sollten am 07.10.1984 Hubschrauber der LSK/LV in Anzahl 48 an der Parade teilnehmen
und im Formartionsflug das Berliner Stadtgebiet überqueren.
Verbandsführer: war Oberst H. Richter.

Die Planung der Ehrenparade begann am 01.11.1983.
Diesem Termin folgten in Etappen ( Auszug):
  • 10.08. bis 25.08.1984 Formierung des Paradestabes und Vorbereitung der Arbeitsaufnahme in Berlin
  • 01.09. bis 15.09.1984 Paradetraining in den Standorten, Vorbereitung der Militärtechnik
  • 20.09. bis 25.09.1984 Paradetraining der mot. Truppenteile auf einem Autobahnabschnitt bei Berlin
  • 26.09.1984 Verlegung der Fußtruppen nach Berlin und Beginn des Paradetrainings auf dem Flugplatz Schönefeld
  • 29.09.1984 Verlegung der mot. Truppen nach Berlin und Vorbereitung der Militärtechnik
  • 02.10.1984, 22.00-24.00 Uhr Vorprobe
  • 04.10.1984, 22.00-24.00 Uhr Hauptprobe der Fuß- und mot. Truppen sowie der Musikkorps

    Wie immer in solchen Fällen wurde auch im Kdo LSK/LV ein Organisationsstab gebildet und die Truppenteile vorbereitet.
    Die Teilnahme der Hubschrauber blieb bis zuletzt geheim.

    Der Paradeflugplatz zur Konzentration der Maschinen war in Eggersdorf/Müncheberg (unbestätigt).

    Zur Sicherstellung mit Nachrichtenverbindungen und Mitteln wurden insgesamt ca. 30 zusätzliche Nachrichtenverbindungen ausgelöst.
    Außerdem mussten zur Sicherung von Funkverbindungen auch Funkgeräte verschiedener Modifikationen aufgebaut werden.

    In Berlin erfolgte die Einrichtung einer Führungsstelle für den Hauptflugleiter: GM Baarß im Hotel Berolina Nahe der Haupttribüne.
    Zusätzlich war eine Stelle für einen Hilfsflugleiter im Hotel "Stadt Berlin" (Alexhochaus) aufzubauen.
    Im "Haus des Kindes" am Strausberger Platz erfolgte die Einrichtung einer Flugleitstelle und einer Retranslationsstelle für Flugfunk.

    Alle Führungsstellen erhielten Flugfunk Zugriff zur Kommunikation mit der fliegenden Formation.
    Zusätzlich erhielten Sie je 2 normale Funkmittel für Sprechfunk untereinander.

    Im ZGS Fürstenwalde übernahm am 07.10.84 für die Zeit der Parade GM Hiemann die Führung und erhielt Flugfunk Zugriff zum Kontakt bzw. mithören zur fliegenden Formation
    sowie direkte Fernsprechstandverbindung zum Hauptflugleiter sowie zum Hilfsflugleiter.

    Nachrichtenverbindungen der Führungsstelle Hauptflugleiter :
    Hauptflugleiter:
  • 1 Fernsprechstandverbindung Postmiet zum ZGS GM Hiemann
  • 1 Fernsprechstandverbindung Postmiet zur VHZ-14 Wünsdorf
  • 1 Fernsprechstandverbindung Postmiet zum Hilfsflugleiter
  • 1 Fernsprechstandverbindung zur Tribüne A - GO Reinhold
  • 1 Fernsprechstandverbindung zur Tribüne B - Oberst Kleemann
  • 1 Fernsprechstandverbindung Postmiet zum Einsatzflugplatz Hubschrauber Flugleitung
  • 1 Fernsprechstandverbindung Postmiet zum Flughafen Berlin-Schönefeld ATCC
  • 1 Fernsprechstandverbindung zum Paradestab NVA
  • 1 Fernsprechstandverbindung zur Vermittlung des MfS Berlin Normannstr.
  • 1 Fernsprechverbindung mit Rufnummer der Regierungsvermittlung Berlin
  • 1 Berliner Anschluss Rufnummer 2123675
  • 1 Berliner Anschluss Rufnummer 2123711
  • 1 S1 Anschluss Rufnummer 2429+303
  • 1 S1 Anschluss Rufnummer 2429+309

    Aus dieser Vielzahl an Nachrichtenverbindungen wird ersichtlich, dass Nachrichtenbetriebsamt musste beim Hauptflugleiter mehrere Geräte DVG und Telefonapparate installieren.

    Zur Absicherung im Falle Ausfall der Postmietleitungen wurde eine Richtfunkverbindung Eggersdorf - Berlin als Reservefunktion bereit gehalten.

    Rufnamen:
    im Flugfunk: ZGS = Rekord

    im Sprechfunk:
    Hauptflugleiter GM Baarß = Meteor
    Hilfsflugleiter = Meteor 1
    Tribüne B Oberst Kleemann = Meteor 4

    Sowohl Hauptflugleiter als auch Hilfsflugleiter hatten Flugfunk und 2x Sprechfunk.

    Für die Orientierung der Hubschrauberführer mussten zwei Impulsfeuer installiert werden.

    Es galt nun halt die Position der Grenze zu Berlin/West zu beachten... auch auch zeitgerecht mit dem Formationsflug im Paradegebiet zu erscheinen.

    Wenn ich recht erinnere, waren Hubschrauber aller Typen von Mi-2 über Mi-8TB bis Mi-24 vertreten.

    Also insgesamt schon ein gutes Stück Arbeit und Aufwand- um wenige Minuten des Hubschrauberüberfluges abzusichern.
    Und wie bei jeder Maßnahme- zwischen 8 und 9:30 gab es Hektik weil dieses oder jenes nicht funktionierte- obwohl am Vortag zig mal gestestet.

    Auszug NaV Hauptflugleiter
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