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  „Das Bataillon Chemische Abwehr-2 des Ministerium für Nationale Verteidigung war in Strausberg-Vorstadt kaserniert im Objekt desWachregiment-2 und wurde damit ein Teil der Strausberger Geschichte als Garnisionsstadt.
Im Nachfolgenden Beitrag möchten wir einige Details zu diesem Bataillon darstellen..
Für Kontakte, Hinweise, Ergänzungen sind wir jederzeit offen. Kontaktmail: redaktion(a)D-15344.de -

Historie:
Derzeit ist überaus wenig Material zum BCHA-2 zu erhalten. Offensichtlich liegt auch keine Chronik vor. Werden wir wohl in die Geheimnisse des Militärarchiv Freiburg und begeben müssen.
Die Sicherstellung des MfNV in den Belangen des Chemischen Dienstes erfolgte mit Aufstellung des Wachregiment-2 durch den dort angesiedelten Zug Chemische Abwehr.

Offensichtlich wurde dieser Zug dort ausgegliedert und 1975 (?) zur sst. Kompanie Chemische Abwehr-2 ( KCHA-2) umstrukturiert.
Im Sommer 1976 erfolgte die Aufstellung des BCHA-2 aus dieser KCHA-2 mit Unterbringung im Gebäude U3.
Die KCHA-2 war wohl nur ein Zwischenschritt infolge Unterbringungsprobleme und Abwarten der Baumaßnahme im Objekt des Wachregiment-2..

Das neu gebildete Bataillon Chemische Abwehr-2 war ein selbständiger Truppenteil in direkter Unterstellung des Stellvertreter des Chef des Hauptstabes für Allgemeine Fragen zur Sicherstellung des MfNV und seiner Führungsstellen mit den Hauptaufgaben:
  • Durchführung der Ausbildung des Personalbestandes.
  • Mobilmachung.
  • Durchführung der Kernstrahlungs-, chemischen und biologischen Aufklärung.
  • Durchführung der Spezialbehandlung (entaktivierung, Entgiftung und Entseuchung ).

    Struktur.
  • Bataillonsstab.
  • Kompanie für radiologische, chemische und biologische Aufklärung..
  • Kompanie für Spezialbehandlung.
  • Werkstätten zur Wartung und Instandsetzung der Spezialtechnik.

    Dem BCHA-2 wurde der Ehrenname " Fritz Köhn " verliehen.

    Das Objekt/Kaserne:
    Für das Wachregiment-2 wurde im sogenannten Objekt (röm) V im westlichen Teil des Kasernengeländes Strausberg-Vorstadt eine neue Dienststelle mit der Haupteinfahrt von Eggersdorf, Tasdorfer Str. in den Jahren 1962 bis 1965 errichtet.
    Durch eine entsprechende Setzung eines Zaunes zwischen Objekt Hennickendorfer Chaussee und Objekt Tasdorfer Str. fielen bereits errichtete Gebäude des Objektes Hennickendorfer Chaussee für Garagen und Werkstätten der Parkzone und für Werkstätten und Lager des Unterkunftsdienstes zum neuen Objekt des Wachregiments-2. Also der Teil an Garagen und Werkstätten, der vom WR-2 bereits von jeher genutzt wurden.
    Diese nutzte dann auch das BCHA-2.

    Objektlageplan

    Errichtet wurde
  • ein Stabsgebäude für den Regimentsstab und im EG für den Med-Punkt des Regiments.
    Stabsgebäude
    Stabsgebäude
    Stabsgebäude Giebelseite
  • das Gebäude U1 für das 1. Wachbat.
    Gebäude U1
  • das Gebäude U2 für das 2. Wachbat.
    Gebäude U2
  • das Gebäude U3 für die FlakAbt. und Sicherstellungskp.
    Gebäude U3
  • sowie KDL/Wachgebäude am Tor Tasdorfer Str.
  • sowie Gebäude der MHO, Bücherei, Küche und Speiseräume, B/A-Lager.

    In den Jahren 1972/73 folgte die Errichtung des Gebäudes U4 , welches dann von FlakAbt und Sicherstellungskp. bezogen wurde.
    Gebäude U4

    Die Gebäude U1 und U2 sowie die Gebäude U3 und U4 wurden hernach durch Verbindungsbauten (Flachdach) miteinander verbunden. In diesen Verbindungsbauten kamen verschiedene Funktions-und Unterrichtsräume unter.
    Blick auf einen Verbindungsbau

    Mit in der Kaserne untergebracht waren auch Einrichtungen und Einheiten, die nicht zum WR-2 gehörten, wie Abt. Rückwärtige Sicherstellung MfNV, Militärstaatsanwaltschaft MfNV BCHA-2.
    Diese bezogen nach Fertigstellung des Gebäude U4 das dann umgebaute Gebäude U3.

    Das Ausbildungsgelände des BCHA-2:
    Für die Fachausbildung nutzte das Bataillon den Übungsplatz Chemische Dienste in Kehrigk bei Storkow.
    Die Allgemeinmilit. Ausbildung erfolgte im Übungsgelände des Wachregiment-2.
    Blick zur Sturmbahn


    Fernmeldeversorgung:
    Eine Versorgung mit Telefonanschlüssen erfolgte aus der Nachrichtenzentrale des Kdo LSK/LV durch das Nachrichtenbetriebsamt. Das Wachregiment-2 und die anderen Einrichtungen/Einheiten des Objektes nutzten also die Nebenstellenanlage des Kommandos mit. Zur besseren Koordinierung waren die Rufnummern 2400 bis 2499 im Grunde für das WR-2 und BCHA-2 reserviert.
    Für die Eigenversorgung betrieb das WR-2 in ihrer kleinen Objektnachrichtenzentrale noch eine MSN-70.
    So das mit den Rufnummern 2400 und 3300 der Vermittlungsplatz dieser MSN-70 erreicht werden konnte.
    Das Objekt WR-2 hatten keinen separaten Zugang zum Netz der Deutschen Post. Sämtliche Posthauptanschlüsse, NVA-Telefonanschlüsse vom MfNV/HptNZ, Postmietleitungen, Telex, Alarmleitungen... mussten erst über die Nachrichtenzentrale des Kdo LSK/LV zugeschalten werden.
    Auszug aus dem Fernsprechverzeichnis des BCHA-2 ( nummerisch)

    Wärmeversorgung:
    Die Wärmeversorgung des Objektes WR-2 erfolgte durch das Heizwerk im Gelände des Kdo LSK/LV.
    Dieses Heizwerk wurde ab 1964 errichtet und versorgte das gesamte Kasernengelände Strausberg-Vorstadt sowie das Neubaugebiet nördlich der Ostbahn ( sogenannte S-Bahn-Siedlung) mit Wärme. 1966 erfolgte die Inbetriebnahme des Heizwerkes mit einer Leistung von 15 MW..
    Bis 1968 wurde alle Gebäude des Objektes an die zentrale Wärmeversorgung angeschlossen.
    Verdichterstation des Objektes WR-2

    Oktober 1990:
    Das BCHA-2 wurde per 03.10.1990 in die Bundeswehr übernommen und als Kompanie Chemische Abwehr-2 ( KCHA-2) befristet weiter verwendet.
    In den Kasernenbereich zog eine Logistik-Brigade der Bundeswehr und ein Fahrschulausbildungszentrum der Bw.
    Im Stabsgebäude arbeitete für die Log.Brigade noch eine San-Staffel.
    Jetzt nur noch genutzt durch das ZAW zur Ausbildung und Vorbereitung von Zeitsoldaten auf das Zivilleben im Gebäude U3.
    Bis auf Wachgebäude, Stabsgebäude, Gebäude U1 bis U4 sind sämtliche anderen Gebäude dieses Objektes bereits aberissen.
    Riesige Betonflächen verraten noch die Lage der Garagen und Lager.
    Noch läuft dieses Objekt unter der Bezeichnung "Barnimkaserne". Wurde aber bereits an die BIMA zu Verwertung abgegeben. Nach derzeitigem Stand ist ab 2013 mit dem Abriss der noch verbliebenen Gebäude zu rechnen. Um dann das Gelände zur Wohnbebauung mit EFH zu vermarkten.
    Kommandeure des BCHA-2:
  • Major Zaddach.
  • Major Pusch.
  • Major Rochow.
  • Major Siewert

    Allg. Daten:
    Postfach 12204, 1275 Eggersdorf
    Letzter Tarnname: Spruchband.
    Amt Strausberg: über 53-0.
    S1-Fernsprech: über 2734-88
    S1-Fernschreib:über 239-302

    Weitere Bilder aus dem Objekt Wachregiment-2 des Jahres 2012

    Site Wachregiment-2

    Websites des Chemischen Dienst NVA



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