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- LSK/LV NVA -

 
 
-- Objekt Eggersdorf/Strausberg--
 
 
 
         
  Vorgeschichte Objekt Eggersdorf

Kartenmaterial des Jahres 1951 zeigen im Bereich südwestlich des Bahnhofes Strausberg-Vorstadt nur Wald .
Zu dieser Zeit düfte dort kein milit. Objekt existiert haben.

In Kartenmaterial des Jahres 1954 mit Druck 1957 des MfNV zeigt dort bereits eine Kasernenanlage.

Strausberger Bürger erinnern sich, dass ab Mitte 1952 der Bau dieser Kasernenanlage begann.
Es liegt die Vermutung Nahe, dass dort die sicherstellenden Einheiten für den Stab der KVP Strausberg/Nord untergebracht werden sollten.

Etwa 1953 begann die Nutzung der Kaserne.
Soweit sich deren Nutzung durch Zeitzeugen und Dokumente zurückverfolgen lässt, waren nach Abschluss der Bauarbeiten u.a. folgende Einheiten in dem Objekt:
  • eine sich in Aufstellung befindliche S5-Einheit der KVP ( Flak-Regiment der KVP - später Flak-Regiment NVA)
  • eine D2-Einheit der KVP ( Nachrichtenzentrale).
  • eine Wacheinheit zur Bewachung ders Stabes der KVP in Strausberg/Nord ( Wachregiment der KVP)
  • eine Kfz-Einheit der KVP ( Kfz-Regiment)

    Wer wann welche Gebäude nutzte, ist derzeit nicht bekannt.

    Interessant dabei ist, dass bereits die KVP dort eine Flak-Einheit zum Schutze der Kasernenanlage in Strausberg/Nord stationierte.
    Im Organisationsplan der KVP von 1955 erfolgte die Bezeichnung als S5-Kommando mit dem Kommandeur Major Rudi Bräutigam.
    Dieses S5-Kommando der KVP wurde ab 01.03.1956 die Grundlage zur Aufstellung des ersten Flak-Lehr-Regiments der Luftverteidigung als Stammregiment für eine neu aufzustellende Flak-Division. Diese 1. Flak-Division wurde zum 10.12.1956 in der Kaserne aufgestellt.
    Stab und Regiment dieser 1. Flak-Division befanden sich dann in dieser Kaserne. Erster Kommandeur der Flak-Division wurde Oberstleutnant Rudi Bräutigam.
    Der Stab der 1. Flak-Division befand sich bis 1957 in diesem Objekt und verlegte dann nach Frankenberg im Platz für das neue Kommando der LSK/LV zu machen.
    Das Flak-Regiment-13 wurde 1959 nach Brandenburg/Havel verlegt- mithin gab es für eine bestimmte Zeit das Kdo LSK/LV und das Flak-Rgt-13 gemeinsam in der Kaserne.

    Auch das Kfz-Regiment verlegte aus der Kaserne Eggersdorf fort- hin nach Strausberg/Nord in ihrem als Kfz-Regiment-2 bekannten Standort.

    Für das Wachregiment wurde schrittweise eine neue Kaserne errichtet, das sogenannte Objekt V ( röm. fünf).
    Diese Aktion erfolgte in den Jahren 1962 bis 1965. Damit kam es auch zur Errichtung der dortigen Unterkunftsgebäude 1-3, des dortigen Stabsgebäudes, der Funktionsgebäude, Wache zur Tasdorfer Strasse, Küche, Speiseräume.
    Dabei erhielt das Wachregiment einige von ihr bereits genutzte Garagen der Bausausführung 1952/53 mit einbezogen.
    In den Jahren 1972/73 erfolgte die Errichtung des Unterkunftsgebäudes 4.
    Diese Kaserne wurde mittels Zaun und Toren an den Objektstrassen von der Kaserne der LSK/LV abgetrennt.

    Die mit dem 01.03.1956 neu gebildete Verwaltung Luftverteidigung wurde im Bestand des Ministerium für Nationale Verteidigung in Strausberg/Nord gebildet.
    Insoweit war 1957 die Kommandostelle der Luftverteidigung von Strausberg/Nord nach Strausberg-Vorstadt im Rahmen der Bildung des gemeinsamen Kommando Luftstreitkräfte und Luftverteidigung zu verlegen.

    Kommando LSK/LV ab 1957
    Die Bildung des Kdo LSK/LV verlief wie folgt:
    Der Chef des Hauptstabes der NVA GL Müller gab am 03.07.1956 bekannt:
    Der Minister für Nationale Verteidigung hat am 31.05.1957 die Änderung der bisherigen Bezeichnungen
  • Verwaltung der Militärbezirke
  • Verwaltung der Seestreitkräfte
  • Verwaltung der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung
    bestätigt.
    Entsprechend dem Charakter als operativ-taktische Führungsstäbe lauten die neuen Bezeichnungen:
  • Kommando der Militärbezirke
  • Kommando der Seestreitkräfte
  • Kommando der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung

    So das in der Folge zuerst die Stabsbereiche Luftverteidigung von Strausberg/Nord nach Strausberg-Vorstadt verlegten und dem dann der Stab der Luftstreitkräfte von Cottbus nach Strausberg-Vorstadt verlegte.
    Ab dem 01.12.1956 ging im Gebäude U1 der Gefechtsstand der Luftverteidigung = Zentraler Posten = Gefechtsstand der 1. Flak-Division in Betrieb.
    Zu deren Sicherstellung in Waldsieversorf/Rotes Luch das Nachrichtenbataillon-2 zum 01.12.1956 aufgestellt wurde- mit 2 Kompanien am Standort Eggersdorf.
    Aus der D2-Einheit der KVP entstand die selbständige Nachrichtenbetriebskompanie.
    Für das Gebäude U2 erfolgten nach Freizug umfangreiche Umbauarbeiten zur Herrichtung als Zentraler Gefechtsstand der LSK/LV.

    Ende der 60ger Jahre begannen der Bau des Nachrichtenbetriebsgebäude U89 und des Funkempfangszentrums U90- deren Inbetriebnahme 1970 erfolgte.
    Neben dem Nachrichtenbetriebsgebäude kam ein Stahlgittermast für Richtfunkverbindungen zur Errichtung.

    Mit Einführung von Großrechneranlagen erfolgte im Waldgebiet der Kaserne der Bau einer Rechenzentrale- die dort bis 1990 als Rechenzentrale-14 ihren Dienst tat.

    Im Zuge einer Strukturänderung verlegte der ZGS LSK/LV 1978 von Eggersdorf nach Fürstenwalde und das Gebäude U2 wurde zum Stabsdienstgebäude umgebaut.
    Gleichzeitig ging eine gegenüber dem Stabsgebäude errichteter Bunker als Hilfsführungsstelle-5 als Element der Gefechtsführung in Betrieb.

    Im Jahre 1981 erfolgte die Aufstellung des Führungsorgan Front-und Armeefliegerkräfte (FO FAFK)- zur Nutzung durch diesen Stab kam das Gebäude U7.
    Nachfolgend 1984 umbenannt in Führungsorgan Front-und Militärtransportfliegerkräfte ( FO FMTFK).

    Das Kommando LSK/LV verfügte auf dem Ausbildungsgelände des Wachregiment-2 über ein eigenes, eingezäuntes und gesondert bewachtes "geheimes" Munitionslager.

    Mit dem 02.10.1990 24 Uhr stellte das Kommando LSK/LV mit der gesamten NVA seine Tätigkeit ein.
    Jedoch erfolgte unter der Ägige der Bundeswehr eine befristete Weiterverwendung als Kommando LSK/LV Vorbereitungsstab 5. Luftwaffendivision.
    Die 5. Luftwaffendivision der Bundeswehr wurde zum 01.04.1991 in Dienst gestellt. Die das Objekt dann 1993/94 räumte.
    Nach einer Zeit der Unsicherheit und des Leerstandes folgte dann das IV.Bataillon des Luftwaffenausbildungsregiments und mit dessen nun verkündete Auflösung beginnt wieder eine ungewisse Zeit.
    Im Gespräch ist die Verlegung des Heeresführungskommandos aus Koblenz. Aber ob dieses dann wirklich diese Liegenschaft bezieht und in welchem Umfang bleint anzuwarten.

    Für die Frage: Warum als Dienststelle Eggersdorf bezeichnet wurde, gibts es mehrere Versionen.
    Unsere Version:
    a) zur Abgrenzung zum Objekt Strausberg = MfNV
    b) zur Verschleierung bezüglich des im Kdo gebildeten Zentralen Gefechtsstandes.
    c) zur postalischen Definition im Fernmeldebereich- wie es auch in anderen Standorten zu finden ist.
    d) große Teile der Kasernenliegenschaft liegen im Katasterbereich des Ortes Eggersdorf und nicht Strausberg.

    Weiter zur Kaserne Eggersdorf mit Lagepläne

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