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- LSK/LV -

 
 
- Flugfunk auf Funk-Sendetürme der Deutschen Post--
 
 
 



         
  Wir möchten hier kurz mit einer Thematik beginnen, die nach und nach erweitert wird.

1985 - waren 8 territoriale Flugfunkstellen außerhalb von Dienststellen der LSK/LV in Betrieb.
Diese Flugfunkstellen waren in separat abgeteilten Betriebsräumen in Funktürmen der Deutschen Post untergebracht. Flugfunkantennen soweit wie möglich hoch am Funkturm.
Ziel dieser Aktion war eine Vergrößerung der Reichweite von Flugfunkstellen der Jägerleitstellen und des ZGS.

Leider muß ich hier einen Widerspruch entgegen bringen. In Publikationen heißt es, diese Flugfunkstellen wären zur nächstgelegenen Dienststelle der LSK/LV mit Fernmeldeverbindungen angebunden worden.
Dieses stimmt so nicht. Die territorialen Flugfunkstellen wurden in der Regel mit Fernmeldeverbindungen zur nächsten befohlenen Jägerleitstelle/ Gefechtsstand der LSK/LV geschalten oder mit Sonderlösungen belegt.
Auf alle Fälle gewährleistete die Funktion dieser Flugfunkbetriebsstellen, eine mögliche Schaltung zu jedem befohlenen Gefechtsstand der LSK/LV NVA.

Im Einzelnen wurden betrieben:.
Flugfunkstelle Turm Schwerin-Zippendorf ..... nach Gefechtsstand/Jägerleitstelle FRR-13- ( Jägerleitstelle 33/2).
Flugfunkstelle Turm Rhinow .... nach Jägerleitstelle JG-8 FuTK-612 Wusterwitz.
Flugfunkstelle Turm Petersberg ..... nach Gefechtsstand JG-1 Schönewalde.
Flugfunkstelle Turm Brocken .... nach Jägerleitstelle JG-1 FuTK-412 Hinsdorf..... wurde 1990 aufgehoben und Brocken zum ZGS Fürstenwalde geschalten.
Flugfunkstelle Turm Colmberg ..... nach Jägerleitstelle JG-3 FuTK-313 Naustadt/Meißen.
Flugfunkstelle Turm Inselsberg .... nach Gefechtsstand/Jägerleitstelle 51. FRBr Sprötau- ( Jägerleitstelle 31/2).
Flugfunkstelle Turm Birkholzaue .... nach Gefechtsstand JG-8 Müncheberg-( mit Sonderlösung ).
Flugfunkstelle Turm Berlin-Alex .... nach ZGS Fürstenwalde zum AIZ.

Diese Flugfunkstellen waren mit Gerätesätze R-831 oder R-869 ausgestattet worden.
Sämtliche Fernmeldeverbindungen kamen im Regelweg als kabelgebundene Postmietleitungen zur Bereitstellung.
Als Ersatzvariante für eventuellen Ausfall der Mietleitungen sind Richtfunkverbindungen RT-415/417 entfaltet worden.

Die Flugfunkstation Birkholzaue kam ursprünglich und vordergründig für den ZGS und ZWGS LSK/LV zum Einsatz. Das JG-8 konnte die Station nutzen, soweit ZGS oder ZWGS darauf keinen Einsatzanspruch erhoben.
Aus diesem Grunde fungierte die UKW-Zentrale im Nachrichtenbetriebsgebäude Eggersdorf als Schaltstelle, in der die Fernmeldeverbindung zum Turm Birkholzaue, als auch zum ZGS und zum ZWGS/HFS sowie zum GS Müncheberg auf einem Schaltfeld flexibel schaltbar abgeschlossen worden. Der Diensthabende Nachrichten-und Flugsicherung (DNF) des ZGS legte direkt zur UKW-Zentrale die entsprechende Nutzungs-und Schaltvariante fest.

Als dann 1990 die Flugfunkstation Brocken dem ZGS Fürstenwalde bereitgestellt wurde, kam dort die Aussage: Das hätte schon 20 Jahre früher passieren müssen. Denn vom Brocken konnten 80% des Flugfunk im Luftraum Westdeutschlands mitgehört werden.
Was in etlichen Fällen von Luftraumverletzungen und besonderen Luftraumlagen sicher angebracht und hilfreich zur Entscheidungsfindung von Einsätzen gewesen wäre.