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- LSK/LV DDR -

 
 
- Gefechtsführungszentrum der Luftstreitkräfte --
 
 
 
         
  Ab dem 01.12.1976 erfolgte die Schaffung des Gefechtsführungszentrum (GFZ).
Es hatte folgenden Erstbestand:
Leiter GFZ : OSL H. Paul ( ab 07.10.1977 Oberst)
Oberoffizier Zusammenwirken: OSL J. Weinhonig
Oberoffizier Aufklärung: OSL A. Kühl
Oberoffizier Nachrichten/Flugsicherung: Major G. Grünewald ( später OSL)
Leiter Gefechtsführungspunkt: OSL W. Altmann ( Später Oberst)
Oberoffizier Frontfliegerkräfte: Major G. Scmidt
Oberoffizier Transportfliegerkräfte: Major P. Egelkraut ( später OSL).
Oberoffizier Hubschrauberkräfte: Major H. Otto

Das GFZ war für die Planung und Durchführung aller Unterstützungsmaßnahmen der LSK/LV im Interesse des MfNV, des MfS, des MdI, des Kdo LaSK, der Volksmarine, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR verantwortlich.

LSK/LV in der 1. und 3. Fliegerdivision ( ab 01.12.1961 Luftverteidigungsdivision ) nichtstrukturmäßige operative Gruppen gebildet..

Die Gefechtsausbildung der TSK stellte von Jahr zu Jahr höhere Anforderungen an die Unterstützung durch Kräfte und Mittel der LSK/LV.
Ausbildungsmaßnahmen unter Leitung des Oberkommandierenden der Vereinten Streitkräfte, Front-KSÜ, Überprüfungen von Verbänden mit nachfolgenden Truppenübungen sowie Lehrvorführungen mit Einsatz von Kräften und Mitteln der LSK/LV kamen kontinuierlich hinzu.

Außerplanmäßige Truppenbesuche der Partei-und Staatsführung der DDR in den TSK, verbunden mit Besichtigung neuer Gefechtstechnik und Vorführen von Abschnitten aus der Gefechtsausbildung, meist verbunden mit realem Waffeneinsatz, forderten den zusätzlichen Einsatz von Kräften und Mitteln der LSK/LV.

Die im 2-Jahresrhythmus stattfindenden Legrvorführungen "Waffenwirkung" der OHS LaSK auf dem TÜP Nochten, Abschnitt Podrosche, wurden bis in die 70ger Jahre durch die OHS LSK/LV unterstützt.
Mit Einführung der Front-und Armeefliegerkräfte in den LSK/LV wurde diese Aufgabe von der AG LSK/ UAZW bzw. danach dem GFZ durchgeführt.

Die Forderungen des Stabes der Vereinten Streitkräfte, die nationalen Vereinigungen/Armeen ( MB-III u. V) durch nationale Fliegerkräfte zu unterstützen, machten die Schaffung eines zweiten GFZ und den Aufbau von strukturmäßigen Gefechtsführungsgruppen erforderlich.

Am 01.12.1982 wurde ein zweites Gefechtsführungszentrum (GFZ) mit gleicher Struktur geschaffen.
Somit gab es ab diesem Zeitpunkt das GFZ-3 und das GFZ-5.

GFZ-3:
Leiter GFZ-3: Oberst H. Paul
Oberoffizier Aufkärung: OSL W. Slabon
Oberoffizier Nachrichten/Flugsicherung: Major K. Friedrich
Leiter Gefechtsführungspunkt: OSL Porrini ( später Oberst)
Oberoffizier Jagdbombenfliegerkräfte: Major R. Kaus ( später OSL)
Oberoffizier Transportfliegerkräfte: Major H. Plematl ( später OSL)
oberoffizier Hubschrauberkräfte: Major J. Tanneberg

GFZ-5:
Leiter GFZ-3: OSL W. Altmann ( ab 01.10.1982 Oberst)
Oberoffizier Aufkärung: OSL H. Otto
Oberoffizier Nachrichten/Flugsicherung: OSL G. Grünewald
Leiter Gefechtsführungspunkt: OSL G. Schmidt
Oberoffizier Jagdbombenfliegerkräfte: Major J. Heiducoff ( später OSL)
Oberoffizier Transportfliegerkräfte: OSL P. Egelkraut
Oberoffizier Hubschrauberkräfte: Major W. Beck

Ab einer höheren Stufe der Gefechtsbereitschaft war das GFZ-3 für die Feldführung des MB-III und das GFZ-5 für das MB-V bestimmt.
In der ständigen Gefechtsbereitschaft war das GFZ-5 auch für die Unterstützungsmaßnahmen der Volksmarine verantwortlich.

Bei der erfüllung täglich auftretender Arbeiten und bei der gegenseitigen Ersetzbarkeit gab es keinerlei Schwierigkeiten zwischen den GFZ.

Aufgaben der GFZ:.
- Planung des Einsatzes der für die Operation der Armee zugeteilten Ressourcen an Fliegerkräften gemeinsam mit dem Stab der Armee. Erarbeitung von Einsatzvorschlägen an den Befehlshaber der Armee.
- Planung des Zusammenwirkens und der Gewährleistung der Sicherheit der Fliegerkräfte mit dem CHEF Raketentruppen/Artillerie (CRTA) und dem Chef Truppenluftabwehr ( CTLA);
- Erarbeitung der Aufgabenstellung an die teilnehmenden Truppenteile/Einheiten der Fliegerkräfte;
- Organisation der Nachrichtenverbindungen mit dem Chef Nachrichten der Armee (MB);
- Teilnahme an der Organisation des Zusammenwirkens des Befehlshabers der Armee;
- Abruf und Fliegerleitung der handelnden Fliegerkräfte zur Bekämpfung der befohlenen Ziele;
- Planung und Gewährleistung befohlener Luftlandungen sowie Einsatz von Fernaufklärungsgruppen und deren Sicherstellung durch Kräfte der Armee bzw. der LSK.

Mit Beginn der 80ger Jahre (1982/83) erfolgte in den Armeen der GSSD:
1. Gardepanzerarmee, Stab Dresden-Klotzsche
2. Gardepanzerarmee, Stab Fürstenberg/Havel
3. Stoßarmee, Stab Magdeburg
8. Gardearmee, Stab Nohra
20. Gardearmee, Stab Eberswalde die Bildung von Fliegereinheiten bei gleichzeitiger operativer Unterstellung der Armeefliegerkräfte von der 16. Luftarmee unter dem Befehl der Landarmeen.
Dieser Schritt wurde in der NVA mit Einführung des Stellenplanes vom 01.12.1985 ebenfalls vollzogen..

In Vorbereitung dieser Maßnahme wurde im Kdo Landstreitkräfte und den beiden Militärbezirken je ein Stab Fliegerkräfte sowie für jede aktive Division (PD/MSD) eine Gefechtsführungsgruppe geschaffen.

Besetzung von Dienststellungen:.
Chef Fliegerkräfte im Kdo LaSK wurde Oberst W. Büttner ( ab 01.03.1984 Generalmajor)- zuvor Kdr. Führungsorgan Front-und Armeefliegerkräfte LSK/LV.
Stabschef wurde Oberst P. Lehnigk von den LaSK.
Chef Armeefliegerkräfte MB-III: Oberst A. Kulitzscher.
Stabschef: OSL H: Plematl ( zuvor im GFZ LSK/LV)
Chef Armeefliegerkräfte MB-V: Oberst G. Adler
Stabschef OSL G. Schmidt ( zuvor im GFZ LSK/LV)

Die Fliegerstäbe der Landstreitkräfte wurden aus Offizieren beider GFZ, den GFG und aus den Stäben der LSK/LV ( FOFAFK,1.u.3. LVD) gebildet.
Verbleibende Kräfte der GFZ wurden in die Gruppe Gefechtseinsatz der LSK/LV integriert.
Schemata der GFZ