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- LSK/LV -

 
 
- die Hauptdispatcherpunkt der LSK--
 
 
 



         
  Historie.
Der 01.10.1953 ist der Beginn des Aufbaus der Flugsicherung in den Luftstreitkräften der DDR.

An diesem Tage wurde der Haupt-Dispatcher-Punkt bei der Verwaltung der Aeroklubs in Cottbus eingerichtet..
Dieser Hauptdispatcherpunkt wurde rund um die Uhr betrieben..
Der erste 24 Stunden Dienst begann am 30.09.1953 um 18 Uhr mit dem Diensthabenden Offizier Günter Wagner.

Ab diesem Zeitpunkt wurden erstmals die von den Truppenteilen geplanten und beim Hauptdispatcherpunkt angemeldeten Flüge zusammengefasst und in den Journalen der Flüge vom Chef des Stabes der Verwaltung Aeroklubs ( GM Zorn) bestätigt..
Damit erfolgten ab dem 01.10.1953 die Flüge nach einem vom bestätigten Plan.
Offiziell wird daher mit diesem Tag der Beginn der Flüge der Luftstreitkräfte der DDR gerechnet, da hier erstmals die Nachweisführung vorliegt.

Jedoch bereits vor diesem Termin erfolgten ab August 1952 Flüge der VP-Luft auf Flugzeugen Jak-18 und MiG-15 -- jedoch unter voller Verantwortung der sowjetischen Berater und Fluglehrer.

Hinweis für die Wetterfrösche:. Im Nebenzimmer des Hauptdispatcherpunktes residierte die Flugwetterwarte der Verwaltung Aeroklubs und deren Wettergarten war hinter dem Gebäude aufgebaut..

Neben den Nachweisbüchern, Dienstvorschriften, Journalen und Kartenmaterialien verfügte dier Hauptdispatcherpunkt über einen Fernsprechapparat mit direkter Fernsprechleitung -- zum Stab der Luftstreitkräfte GSSD in Werder/Potsdam bzw. ab 13.10.53 nach Wünsdorf.
Weiterhin gab es den Postanschluss Cottbus 2443-- Mithin der Vorläufer für Strausberg 22443 des ZGS LSK/LV ( für Fluggespräche).
Ein Allwellenempfänger sollte den Funkempfang sichern.
Weiterhin war eingerichtet ein 10ner-Klappenschrank ( alte Vermittlungseinrichtung) - mit Fernsprechverbindungen zu:
Dispatcher-Punkt Flugplatz Cottbus
Dispatcher-Punkt Flugplatz Bautzen
Dispatcher-Punkt Flugplatz Kamenz
Dispatcher-Punkt Flugplatz Drewitz

Der Hauptdispatcherpunkt handelte nach fester Dienstanweisung:.
Ausgangspunkte waren:.
  • Entgegennahme der Fluganmeldungen von den Dispatcherpunkten der Flugplätze;
  • Zusammenstellung des Flugplanes;
  • Vorlage des Flugplanes zur Bestätigung beim Chef des Stabes
  • Anmeldung der Flüge beim Gefechtsstand der LSK GSSD ( 16. Luftarmee);
  • Einholung der Genehmigungen zur Durchführung der Flüge bei der GSSD;
  • Übermittlung der Genehmigung zur Durchführung der Flüge und der geplanten Überflüge an die Dispatcherpunkte der Flugplätze;
  • Meldetätigkeit über die Flugdurchführung an die GSSD und die Dispatcherpunkte der Flugplätze bei der Durchführung von Flügen jeder Art.
  • Organisation der Arbeitsbereitschaft der Flugplätze für Überflüge und als Ausweichflugplätze sowie die Durchführung der dazu notwendigen Meldetätigkei.

    Der Raum für die Durchführung der Flüge und Streckenflüge war begrenzt.
    Den Aeroklubs standen zu dieser Zeit nur der Luftraum ostwärts der Autobahn Berlin-Dresden und südlich der Autobahn Berlin-Frankfurt/Oder bis an die Staatsgrenze zur VRP und CSSR zur Verfügung.
    In diesem Raum waren noch Grenzsperrstreifen mit einer Breite von 5 km landeinwärts zu beachten.
    Dies galt für Flüge mit Jak-18 und MiG-15.
    Flüge mit der Jak-11 konnten im gesamten Südraum durchgeführt werden- vor allen zur Durchführung von Streckenflügen.
    Eine solche Erweiterung des zugewiesenen Luftraumes ergab sich auch durch die Verlegung des FAG-2 im Jahre 1955 auf den Flugplatz Leipzig-Schkeuditz.
    Ab der späteren Dislozierung von NVA Fliegereinheiten im Nordraum der DDR- gab es keine räumlichen Einschränkungen mehr.

    Die personelle Ausstattung des Hauptdispatcherpunktes Oktober 1953 war 1 Offizier als Leiter und 3 Unteroffizieren als Flugdispatcher:.
    Erster Leiter des Hauptdispatcherpunktes war Hptm. Sommerschuh - ihm folgte Oberleutnant Kimmel.

    Zur Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem Gefechtsstand der LSK GSSD in Wünsdorf wurden Dolmetscher als Richtungsoffiziere eingesetzt.

    Einige später eingesetzte Offiziere gingen dann kurzfristig nach Berlin-Schönefeld zum Aufbau der Lufthansa der DDR bzw. der operativen Flugsicherung in Schönefeld.

    Der Hauptdispatcherpunkt bestand bis 1954 bzw. 1955 - lässt sich heute nicht genau feststellen.
    In diesem Abschnitt 1954/55 erfolgzte die Umbenennung des Hauptdispatcherpunktes in Zentrale Flugüberwachung

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