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- Hubschrauberstaffel-16--
 
 
 
         
  Die Hubschrauberstaffel-16 ( HS-16) gehörte nicht zu den ständigen Strukturelementen der LSK/LV NVA.
Wurde aber aus Strukturen der LSK/LV aufgestellt.
Bis zum Schluß im Jahre 1990 war das Kdo LSK/LV für die fliegeringenieurtechnische Sicherstellung, für Garantiefragen der Hubschrauber und technischen Teile, für Flugsicherung, die Flugwetterberatung der HS-16 zuständig.

Historie:
Zur Sicherstellung von Aufgaben in der Sicherung der DDR-Staatsgrenze West erfolgte im Mai 1964 im Hubschraubergeschwader-31 Briest die Aufstellung einer Grenzkette Nord, einer Grenzkette Süd und einer Berliner Kette...
Diese Ketten waren ausgestattet mit Hubschraubern der Typem SM-1 und Mi-4 .

Ab dem 17. 11.1964 erfolgte der Einsatz dieser Ketten als Hubschrauberkräfte der Grenztruppen und der Berliner-Kette für die Stadtkommandatur Berlin.
Zum 01.12.1964 folgte die Herauslösung der Ketten aus dem Hubschraubergeschwader-31 und Unterstellung zu den Grenztruppen.
Die Grenzkette Nord flog im Verantwortungsbeeich des Grenzkommandos Nord und verlegte 1965 zum Flugplatz Salzwedel.
Die Grenzkette Süd flog im Verantwortungsbereich des Grenzkommandos Süd und verlegte 1965 auf den Flugplatz Meiningen.

Bereits im Jahre 1968 folgte die Auflösung der Berliner-Kette und Eingliederung der Hubschrauber zurück zum Hubschraubergeschwader-31..

Dafür kamen dann 1968 weitere Hubschrauber Mi-4 vom Hubschraubergeschwader-31 übernommen. Mit der Folge einer Ausmusterung von SM-1.

Diese beiden Ketten und ihre fliegertechnischen Gruppen bildeten im April 1971 die neu aufgestellte Hubschrauberstaffel-16 des Kommando Grenztruppen.
Stabssitz des Staffelstabes wurde der Flugplatz Salzwedel.
Die Hubschrauberketten Nord und Süd verblieben auf ihren Basierungen.

Aufgabe der HS-16:
Durchführung von Grenzkontrollflügen ( zusätzlich zur bodengestützten Grenzbewachung) an der Grenze zur BRD sowie die Luftinspektion der Grenzabschnitte und der Grenzsicherungsanlagen. Weiterhin die Sicherstellung von Verbindungsflügen sowie der Lufttransport von Grenzsicherungseinheiten.
Die HS-16 übernahm für HG-31 auch befristet Einsätze im DHS der Luftverteidigung.

Weiterer Ablauf:
Zur Verbesserung der Ausstattung erfolgte ab 1973 die weitere Zuführung von Hubschraubern Mi-2, zwecks Aussonderung der SM-1/Mi-1.

Auch nach Herauslösung der Grenztruppen aus den Strukturen der NVA blieben diese Grenzfliegerstrukturen bestehen..

Ab 1977 folgte der verstärkte Einsatz von Hubschraubern Mi-8. Als die ersten Zwei Hubsvhrauber kamen Mi-8PS vom HG-31 als Lufttransportkapazitäten.
Später folgte noch eine Mi-8T.
Mit den Mi-8 erhöhten die Grenztruppen ihre Luftbeweglichkeit der speziell ausgebildeten und ausgerüsteten Grenzsicherungskompanien.

Eine spezielle Ausstattung erhielten die Hubschrauber der Grenzluftaufklärung mit dem Einsatz von Luftbildkameras AFA-BAF40R; AFA-42/100 und AFA-39 .

Etwa ab 1980 übernahm das HG-31 Briest im DHS der Luftverteidigung mit bewaffneten Hubschraubern Einsätze gegen langsam und tief fliegende Luftraumverletzer.
1981 übergab das HG-31 Vier bewaffnete Mi-2 an die HS-16 und ab diesem Zeitpunkt stellte HS-16 befristet das DHS LV sicher..
.... mit zum Einsatz von Kampfhubschraubern Mi-24 durch die Kampfhubschraubergeschwader und Mi-8 durch THG-34..

Im Jahre 1986 ging der Flugplatz Nordhausen in Betrieb als neue Basierung der HS-16.
Der Staffelstab verlegte von Salzwedel nach Nordhausen. Ebenso die Fliegertechnische Komponente der Staffel und die Mi-8 Lufttransportkette..
Zu dieser Zeit bestand die HS-16 aus drei Staffel- bestehend aus 15 Mi-2 und 3 Mi-8.
Die Ketten Nord und Süd verblieben an ihren Basen Salzwedel und Meiningen.

Zum Ende 1989 erfolgte die Einstellung der Grenzflüge und die operative Unterstellung des HS-16 zur Hubschrauberstaffel des MdI für polizeiliche Aufgaben.
Im Frühjahr 1990 begann die DDR mit dem Aufbau einer SAR-Luftrettung. Hierzu wurden dann die Hubschrauber der HS-16 auf dem Luftrettungsstützpunkt Nordhausen zusammengezogen, eingerüstet und zum Einsatz bestimmt.
Diese gute Tat dauerte nicht lange. Denn bereits im August 1990 folgte die Auflösung der HS-16 in Vorbereitung des 03.10.90.
Alle noch flugfähigen Mi-2 wurden zur Hubschrauberstaffel des MdI nach Berlin-Schönefeld geflogen und dort übergeben.
Die Typen Mi-8 gingen zum THG-34 nach Briest.

Damit endet dann die Geschichte der Grenzflieger-Hubschrauberstaffel der DDR.

Fernmeldeabstützung Richtung LSK/LV.
Geführt wurde die HS-16 durch das Kommando Grenztruppen.
Daher beschränkten sich die Fernmeldeverbindungen auf Flugsicherung, Wetterberatung und DHS.

FP Meiningen:
  • P547 ...als Wetter-Fernsprech zum ZGS LSK/LV
  • TGP503 ... als Wetterfernschreib
  • ET9040 .....als Wetter-MWIS
  • PN 76272 .... als DHS Einsatz zur FuTK Breitungen

    FP Salzwedel:
  • PN 51167 ... als DHS-Einsatz zur FuTK Altensalzwedel
  • TP-221... ÜWT-MWT 1/2... von THG-34 Briest
    mit einer ET9022... als Wetter-MWIS zum ZGS LSK/LV
    und einer EF9167...als Wetter-Fernsprech

    FP Meiningen:
  • P167 .... Flugsicherung/Einsatz zum GS-31 Kolkwitz
  • PN 21959 ... als DHS Einsatz zum Gefechtsstand Sprötau
  • TP22... ÜWT-MWT 1/2 .... von Eggersdorf Üst 2
    mit EF9273 ... als Wetterfernsprech
    und ET9271 .... als FWN-1 ( wetter)
    und ET9272 .... als Wetter-MWIS
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