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  „ Für LSK/LV gab es an Perspektivplanungen für LSK 1991 bis 2000:

Einführung MiG-25 im Zeitraum 1991 bis 2000:
TAFS-47.
Ablösung der MiG-21 durch Vier MiG-25RB-Modifikation.
JBG-37.
Ablösung der MiG-23BN durch MiG-25 RB.
Anmerkung:.
Für den Perspektivzeitraum 1991 bis1995 war Einführung der MiG-25 vorgesehen..
Die ersten Maschinen wären zur Umrüstung des TAFS-47 eingeführt worden.
Ausgestattet mit modernsten Aufklärungssystemen, wie z.Bsp: Echtzeit Livebildübertragung zur Bodenstelle.
Eine derartige Einführung modernster Aufklärungsmittel bedurfte eine Neustrukturierung des Fernmeldeübertragungsnetzes.
Denn zum Einen mussten Bodenfunkstationen der 1. Reihe eingerichtet werden und zum Zweiten mussten Übertragungswege geschaffen werden, über denen eine LiveÜbertragung vom Flugzeug bis zur Bodenauswertestation gegeben war. Sowohl im Frieden als auch im Krieg.
Uns liegen dazu die Planungen der durch den Chef Nachrichten/Flugsicherung beauftragten Person vor- wie und in welchem Umfang unter Einführung neuer Übertragungstechnik ( PCM = Pulscodemodulation = digitale Übertragungsverfahren) derartige Informationsübertragungen in der notwendigen Qualität eine derartige Aufgabe umgesetzt werden kann.
Also Live-Bild und Live-Video Aufnahmen waren zu übertragen.

In einem weiteren Schritt wäre das JBG-37 mit MiG-25 ausgestattet worden. So das auch das JBG-37 - anlalog JBG-77 -- kombinierte Jagdbomber/Aufklärer im Einsatz haben sollte.
In der Folge wäre TAFS-47 als 3. Staffel wieder ins JBG-37 integriert worden.

Einführung unbemannte Aufklärungsdrohne "Rejs":
TAFS-87:
Manch Einer wunderte sich über Aufstellung TAFS-87 mit veralteten MiG-21 für JBG-77, obwohl JBG-77 eigene Aufklärungsmittel im Geschwader hatte.
Nun der Hintergrund: Nach Verlegung des TAFS-87 zum FP Laage ( aber nur dann, wenn MFG-28 von Laage fort ist - daher Zwischenstationierung in Groß Mohrdorf... war im Rahmen der Perspektivzeiträume 1991 bis 1995 und 1996 bis 2000 die Abschaffung der MiG-21 vorgesehen und die gedeckte Einführung einer Staffel der Drohne "Rejs".
D.h.- die MiG-21 dienten zur Deckung der getarnten Aufstellung einer Aufklärungsstaffel "Rejs".
Stationierung der "Rejs" dann auf FP Laage.

Su-25
Obwohl Verteidigungsminister Keßler bei Honecker Ende 1988 über die beabsichtigte Einführung des Bombers Su-25 für Marinefliegerkräfte berichtete, waren in den Perspektivzeiträumen 1991 bis 2000 keine Umrüstungen auf Su-25 zu verzeichnen.
Der Perspektivzeitraum 1991 bis 1995 war 1990 ja bereits aufgestellt- dort nicht enthalten.
Der Perspektivzeitraum 1996 bis 2000 war ab 1989 in Arbeit zur Planung.
Dazu gibt es folgende Begründung: Gemäß Vereinbarung vom ...zw. Chef Volksmarine und Chef LSK/LV war das MFG-28 auszustatten mit bereits in den LSK/LV eingesetzten Typen. Dies war die Grundlage, dass die LSK/LV für die Volksmarine den Sicherstellungsauftrag der fliegerischen Ausbildung, des Fliegeringenieurdienstes und der Garantieleistungen vollziehen konnte.
Andernfalls hätte die Volksmarine eigene Kapazitäten für fliegerische Ausbildung und Fliegeringenieurdienst aufstellen müssen- was jedoch grundsätzlichen Anordnungen und Abreden zuwieder laufen würde, dass die LSK/LV alle Fliegertypischen Leistungen für die anderen TSK und Organe der DDR erbringt.
Dementsprechend hätte - wie in einigen Foren schon erkannt wurde - das JBG-77 auf auf Su-25 umgerüstet werden müssen.
Aber das war A) nicht geplant und B) zum damaligen Zeitpunkt wirtschaftlich für DDR nicht möglich vor dem Hintergrund der bereits vertraglich verifizierten Einführungen MiG-25 und Rejs sowie C) wiederspräche es Einsatzgrundsätzen des JBG-77.
Bis zum Ende der DDR war dazu keine Lösung parat.
Daher sind alle bisher im Web aufgestellten Visionen reine unproduktive Spekulationen.
Zu beachten: Ab 1988 änderten sich die Militärdoktrin der TSWV und damit Offensiv auf Defensiv in der Streitkräfteausrichtung.
Dieses wurde deutlich in der Umrüstung der Jagdbomberverbände der GSSD/WGT.
Bekannt sind Vorschläge der sowjetischen Seite aus den Tagungen zu Themen der Luftverteidigung in Westrichtung, zur Einführung von 48 MiG-27 Jagdbombern analog zur GSSD/WGT Ausstattung.
Dementsprechend gälte es als sicher, das Nachfolgemodell der Su22 im JBG-77 und MFG-28 wäre nicht die offensive Su-25 geworden, sondern die "defensive" MiG-27.
Wie gesagt: Eine finale Entscheidung lag bis Sommer 1990 nicht vor.

Als Anmerkung:
Es gab eine Empfehlung der sowjetischen Streitkräfte von 1978 über Strukturierung der LSK/LV NVA und welche Bewaffnung einzuführen war.
Was dort aufgeführt wurde, gelangte oft in keine Perspektivplanung der NVA und wurde separat umgesetzt.