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- LSK/LV NVA -

 
 
- Unterstützung Handlungen der Volksmarine durch LSK --
 
 
 
         
  Die Unterstützung der Gefechtsausbildung der Volksmarine (VM) oder der Vereinigten Ostseeflotten unterschied dich in einigem Komplexen grundsätzlich von denen bei der Unterstützung der Landstreitkräfte.
Die Dynamik der Handlungen war unterschiedlich inTempo und Manövercharakter. Außerdem konnte bei Handlungen der Front-und Armmeefliegerkräfte auf ein System von ständig einsatzbereiten Führungsstellen der Luftverteidigung des Landes zurückgegriffen werden.

Die 3. LVD mit ihren Truppenteilen war bereits in der ständigen Gefechtsbereitschaft zum Stab der Volksmarine ( = Hauptgefechtsstand Tessin) sowie zu den Flottillen vernetzt.
Damit konnte auf eingespielte Verbindungen zurück gegriffen werden.
Diese Vernetzung bestand bei :
- Netze der Benachrichtigung der Luft-und Seelage
- Besonderheiten im Gefechtsdienst
- Austausch von Maßnahmen der Gefechtsausbildung zum gegenseitigen Nutzen wie z.Bsp.: Zieldarstellung , Trainings des Zusammenwirkens u.a.
- Meldungen über die Wetterlage und deren möglichen Einfluss auf gemeinsame Gefechtshandlungen
- Gegenseitige Hilfe zur Seenotrettung

Die Jagdfliegerkräfte der 3. LVD waren zu Handlungen über See ausgebildet und ausgerüstet, so das Aufgaben zur Unterstützung von Handlungen der Kräfte der Volksmarine /VOF bei gleichzeitigem Zusammenwirken mit Frontfliegerkräften der NVA ( JBG-77/MFG-28) genauso reibungslos verliefen, als wären es Fliegerkräfte der Polnischen Seekriegsflotte (PSKF) oder der Baltischen Rotbannerflotte (BRF).

Die in den Plänen des Zusammenwirkens festgelegten Maßnahmen bildeten die Grundlage für die gemeinsamen Handlungen und bei allen teilnehmenden Seiten von den gleichen Voraussetzungen ausgegangen wurde.

Trotzdem gab es Besonderheiten bei der Führung und Leitung von Fliegerkräften der LSK/LV über see bei Handlungen in geringen Höhen.
Auf den Küstenschutzschiffen (KSS) der Volksmarine waren Plätze für Fliegerleitoffiziere vorhanden !
Jedoch in der Ausstattung nur mit einem Sichtgerät und eine Flugfunkstation.
Die Höhenbestimmung der Jagdflugzeuge war an diesem Arbeitsplatz nicht möglich..
Eine Lösung des Problems konnte nur mit Hilfe des Fla-Raketenkomplexes des KSS erfolgen.
Damit war es notwendig, trotz verschiedener Gefechtsaufgaben, eine enge Zusammenarbeit der Fliegerleitoffiziere mit der Mannschaft des KSS zu gewährleisten.
Erprobungen mit der Installation eines Höhenfinders auf einem KSS wurden durchgeführt.

Bei der Übung "Herbstwind-81" wurden bei gemeinsamen Handlungen über See 1-3 Fliegerleitofiziere mit zusätzlichen Flugfunkstationen Der Typen R-809 und R-859 an Bord genommen.

Bei gemeinsamen Handlungen im Raum der Volksmarine durch Kräfte der PSKF und/oder der BRF war es erforderlich, Fliegerleitoffiziere an Bord eines Führungsschiffes zu beordern.
Dieses erfolgte bereits vor Erreichen der Linie Swinoujscie - Ronne, meist vor Ablegen in See.

Bis zur Schaffung der Abteilung Marinefliegerkräfte im Kdo Volksmarine ( ab 01.12.1984) nahmen an der Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen der Gefechtsausbildung der Volksmarine oder der VOF ( bei KSÜ, Flottenübungen, Trainings des ZW u.a.) mit Unterstützung durch Kräfte und Mittel der LSK/LV- Vertreter der OG/AG LSK/ GFZ bzw. der 3. LVD teil. Für:
- Erarbeitung der Dokumente ( Karte der Idee, Plan der Durchführung, Plan der Einlagen usw.) erfolgte immer im Stab des Leitenden oder an dem von ihm festgelegten Ort- z.Bsp. Kommandierender der PSKF, Stab Gdynia;
- Kommandierender BRF, Stab Kaliningrad oder Flottenstützpunkt Baltisk;
- Stellv. des Ministers und Chef Volksmarine, Stab Rostock-Gehlsdorf bzw. in einem Flottenstützpunkt.

Die Abteilung Marinefliegerkräfte im Kdo Volksmarine, Chef Konteradmiral Parzsch, arbeitete ab 1985 eng mit dem Leiter des GFZ-5 Kdo LSK/LV, Gruppe LSK, zur Umsetzung der im Plan der Verstärkungsmittel geplanten und im Jahresbefehl des STMCLSK/LV festgelegten Kräfte und Mittel der LSK/LV zusammen.

Das MFG-28 Laage konnte NUR wie -- die Jagdfliegerkräfte und Frontfliegerkräfte -- über die Führungsebene Kdo LSK/LV eingesetzt werden.
Auch- wenn es allgemein hieß, dass MFG-28 wäre dem Chef Marinefliegerkräfte operativ unterstellt gewesen !.

Nach dem erhalt der Aufgabenstellung zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem Plan der Verstärkungsmittel wurden entsprechend dem Stand der Gefechtsausbildung durch die Kommandeure der Verbände/Truppenteile Gefechtsflugtage organisiert.
Dabei wurden erhöhte Einsatzzeiten für das fliegende Personal und eine höhere Gefechtsbereitshaft aller Kräfte und Mittel festgelegt.
Alle Handlungen während der Gefechtsflugtage erfolgten aus den Dezentralisierungsräumen am Flugplatz.
Gefechtsflugtage mit Waffeneinsatz erforderten die Mobilisierung des gesamten Personals und dienten gleichzeitig dazu, die festgelegten Normen zur Wiederholungsstartvorbereitung ( Munitionierung, Betankung und notwendige Kontrollen) zu überprüfen.