Hauptseite
 

- LSK/LV DDR -

 
 
- Operative Gruppe Kdo LSK/LV --
 
 
 
         
  Strukturelemente der LSK/LV für Unterstützungsaufgaben wurden die operativen Gruppen.
Mit dem Aufbau der Führungsstäbe und Verbände der Landstreitkräfte (LaSK), der Luftstreitkräfte (LSK) und der Seestreitkräfte (SSK) begann im Jahre 1956 Die ersten Einsätze erfolgten als nichtstrukturmäßige operative Gruppe (OG) der LSK/LV bei der Schulung Leitender Kader der NVA im Ministerium für Nationale Verteidigung.

Als Leiter OG fungierte meist der Chef des Stabes LSK/LV bzw. sein Stellvertreter für operative Arbeit.
Die Zusammensetzung der OG war so gewählt, dass entsprechend dem Ziel der Schulung die kompetentesten Offiziere ( Leiter Gefechtsausbildung Fliegerkräfte, Hauptsteuermann, Chef Nachrichten/Flugsicherung sowie operative Offiziere) der LSK/LV mit dieser operativen Aufgabe betraut wurden.

Dieses Prinzip wurde bis zur Auflösung der NVA am 02.10.1990 beibehalten.

Mit der Durchführung von Kommandostabsübungen (KSÜ) der Militärbezirke III und V, des Kdo Volksmarine sowie von taktischen Übungen der Verbände und Truppenteile der TSK wurden außer der OG im Stab der LSK/LV in der 1. und 3. Fliegerdivision ( ab 01.12.1961 Luftverteidigungsdivision ) nichtstrukturmäßige operative Gruppen gebildet..

Bestand der operativen Gruppe am 01.12.1959.
Leiter : OSL K. Slomke.
1. operativer Offizier: OSL E. Lehmann.
2. operativer Offizier: Oberst K. Schlosser
Nachrichtenoffizier: OSL S. Tölle
Fliegerleitoffizier: Hptm H. Tracksdorf
Steuermannsleitoffizier: Oberst M. Grabe
( die Dienstgrade genutzt- welche beim Ausscheiden aus dem aktiven Dienst standen )

Der erste Einsatz der OG LSK erfolgte im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung der taktischen Übung der 8. Infantriedivision ( 8.ID) vom 05.-08.09.1956 mit der Tarnbezeichnung "Rügen".
Leitung der Übung: Chef des Hauptstabes der NVA.
Zur Unterstützung der Handlungen der 8. ID wurde ein Fliegergeschwader mit Flugzeugen des Typs JAK-11 eingesetzt.
Die Sicherstellung der OG mit Nachrichten-und Flugsicherungsmitteln erfolgte damals noch durch das Nachrichtenregiment-2 des MfNV.
Vorbereitung und Planung sowie Organisation dieser ersten taktischen Übung der NVA begann im Juni 1956.

Die Funbktion des Leiters der operativen Gruppe von 1956 bis zur Auflösung am 30.11.1972 hatten:
Oberstleutnant K. Slomke... bis 30.11.1960
Oberstleutnant E. Lehmann ... bis 30.11.1961
Oberst H. Pogrzeba ... bis 30.11.1969
Obert K. Schlosser... bis 30.11.1970
Oberst K. Schlosser ... bis 30.11.1972
( Dienstgrade beim Ausscheiden aus dem aktiven Dienst)

In der zweiten Hälfte des Jahres 1957 wurde die erste gemeinsame Übung der NVA mit Käften und Mitteln der GSSD nach einem Plan des Stabes der Vereinten Streitkräfte durchgeführt.


Für jede Ausbildungsmaßnahme der Teilstreitkräfte als KSÜ oder TÜ, deren Handlungen durch Kräfte und Mittel der LSK oder später LSK/LV unterstützt wurden, war es notwendig, einen Befehl des Chefs LSK bzw. später Stellv. des Ministers und Chef der LSK/LV ( STMCLSK/LV) zu erlassen.

Da in den ersten Jahren bis etwa 1965 nur 2 bis 4 Ausbildungsmaßnahmen unterstützt wurden, waren diese Befehle so detailliert, dass sich eine zusätzliche Aufgabenstellung erübrigte.

Ab den 70ger Jahren erließ der STMCLSK/LV zur besseren Planungsgestaltung seiner Unterstellten einen Jahresbefehl zur Unterstützung der Gefechtsausbildung der TSK durch Kräfte und Mittel der LSK/LV.

Auf Grundlage dieses Befehls hatte der Stellv. des Chefs und Chef des Stabes (STCCS) für jede einzelne Unterstützungsaufgabe der TSK eine Aufgabenstellung in textlicher und grafischer Form an die Kommandeure der der teilnehmenden Verbände, selbständigen Truppenteile, Einheiten und Einrichtungen zu übergeben.

Während der Dienstzeit von GM G: Oldenburg als Stellv. des Chefs des Stabes für operative Arbeit (STCSfoA) und von Oberst Pogrzeba als Leiter der OG wurde das Zusammenwirken mit der 16. Luftarmee und der Truppen der Luftverteidigung der GSSD, der LSK und der Truppen der LV der VR Polen, der Luftverteidigung der CSSR sowie denen der Nordgruppe immer konkreter.

Auch auf nationaler Ebene wurde das Zusammenwirken mit der Truppenluftabwehr (TLA) der Landstreitkräfte, der Luftabwehr der Volksmarine sowie der Flakbatterien der Kampfgruppen durch entsprechende Pläne immer enger gestaltet.

Empfangsberechtigt für diese Pläne waren der Leiter der Abteilung Operativ, der Leiter der OG und als Bearbeiter der Oberoffizier Zusammenwirken.
Also ein sehr begrenzter Personenkreis. Daher wird es heutzutage auch sehr schwierig, bestimmte Sachverhalte ohne diese Pläne oder dem Zutun dieser Personen zu relativieren und aufzuarbeiten.

Bestand der operativen Gruppe am 01.12.1969.
Leiter: Oberst K. Schlosser.
Oberoffizier Aufklärung: OSL P. Mook
Oberoffizier Zusammenwirken: Oberst W. Altmann
Leiter Arbeitsgruppe Fliegerkräfte: OSL K.Lehmann
Operativ Offizier: OSL W. Sonntag
Steuermannsleitoffizier: OSL M. Kneer
( Dienstgrade beim Ausscheiden aus dem aktiven Dienst)

Während dieser Zeit wurden die ersten gemeinsamen Übungen mit Verbänden und Truppenteilen der GSSD, als auch die ersten Manöver mit Truppen und Fliegerkräften der GSSD, der VRP, der CSSR sowie der NVA auf dem Territorium der DDR durchgeführt:
- Quartett 63 vom 09.09.-14.09.1963
- Oktobersturm 65 vom 16.10.-22.10.1965
- Waffenbrüderschaft 70 vom 13.10.-16.10.1970
- Leto 72 vom 19.06.-24.06.1972

Die Zusammensetzung der OG LSK/LV bei KSÜ unterschied sich von der bei taktischen Übungen.
Bestand bei KSÜ:
- Leiter OG
- Offizier Aufklärung
- Offizier Zusammenwirken
- Offizier Nachrichten/Flugsicherung
- Offizier Operativ (1-2)
- Offizier Politische Verwaltung (1-2)
- Offizier des ZGS bzw. Abt. Gefechtsstände/Automatisierung

Bei taktischen Übungen:
- Leiter OG
- Fluginspekteur Kdo LSK/LV bzw. der LVD
- Ein Fliegerleitoffizier je eingesetzem Truppenteil
- Offizier Nachrichten/Flugsicherung
- Offizier Operativ (2)
- Offizier des ZGS mit Funkstation zur Sicherstellung von Starts taktischer Raketen
( nur bei Handlungen auf verschiedenen TÜP, sonst Sicherstellung durch OG)

Für die Sicherstellung der Handlungen der OG wurde im Laufe der Entwicklung das Nachrichtenregiment-19/ später NR-14
eine Nachrichtenkompanie mit UKW,KW und Richtfunktechnik aufgebaut.
Mitte der 60ger Jahre wurde nur noch Richtfunktechnik der Landstreitkräfte oder des Systems der LSK/LV genutzt.
Dann war die OG nur mit UKW und KW Funktechnik ausgerüstet.

Schemata der OG 1956 bis 1972