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- LSK/LV -

 
 
- Staatsbürgerliche Arbeit der LSK/LV ab 1990--
 
 
 
         
  „Gemäß den damaligen Bestimmungen hatte die LSK/LV als Teilstreitkraft der NVA eine SED-Bezirksleitung in Form der Politischen Verwaltung der LSK/LV.

Das Kommando LSK/LV selbst hatte eine SED-Kreisleitung in Form der Politabteilung des Kdo LSK/LV.
Mit den Wendeergeignissen von 1989 sollte der direkte Einfluss der SED in Wirtschaft, Sicherheitsorgane und Streitkräfte aufgehoben werden. Dies erfolgte in der LSK/LV durch Auflösung der Politischen Verwaltung und der Politabteilung und bis in die Einheiten /Truppenteile durch Abschaffung der Politoffiziere bzw. Stellv. Kommandeur f. Polit. Arbeit .

Im Jahre 1990 erfolgte dann die Umstrukturierung im Rahmen einer Militärreform und auf Grundlage Befehl 6/90 Auflösung der Politorgane bis zum 15.02.90 und Neuschaffung der Organe " Staatsbürgerliche Arbeit" ab dem 16.02.90. !



Das bedeutete im Kommando LSK/LV die Auflösung der Politischen Verwaltung. Deren Chef GL Vogel ging in den Ruhestand.

NEU gebildet wurde eine Abteilung Staatsbürgerliche Bildung beim STM Chef LSK/LV " mit Unterbringung im Gebäude U9.
Abteilungsleiter wurde Oberst Garn ( vormals:Ltr. Abt. Propaganda ) ; Stellvertreter Oberst Wendt ( vormals:Ltr. Abt. Parteiarbeit )

Für das Kommando selbst wurde als Ersatz für die Politabteilung eine Unterabteilung Staatsbürgerliche Bildung beim Chef des Stabes" gebildet mit Unterbringung im Gebäude U3.
Leiter der Unterabteilung wurde OSL Schulze .

Zusätzlich wurde eine Arbeitsgruppe Staatsbürgerliche Analyse unter Leitung des GM Lipski ( vormals: Stellv. Chef PV ) beim Chef des Stabes geschaffen.


Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe Spezielle Propaganda beim Chef Aufklärung geschaffen. Die aus der Spez. Propaganda der Politverwaltung hervorging.

Zusätzlich erfolgte die Aufstellung von 2 Offizieren für Staatsbürgerliche Bildung beim Chef Rückwärtige Dienste.

Die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit der Politverwaltung wurde Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit beim StM Chef LSK/LV.

Eine Auflösung der Politorgane war ja nur die eine Seite der Medaille, denn die dort eingesetzten Armeeangehörigen und Zivilbeschäftigten waren ja nicht in nur Parteiarbeiter sondern in erster Linie Offiziere und Zivilbeschäftigte der NVA. Insoweit hatte deren Weiterverwendung schon einen gewissen Sinn. Doch mit schalem Beigeschmack.

Jedoch konnte infolge des gesellschaftlichen Umbruches diese Umstrukturierung keine richtige Wirkung erreichen.
Denn bereits am 08.08.1990 verfügte der Chef der NVA mit seinem Befehl 26/90 die sofortige Einstellung der Staatsbürgerlichen Arbeit sowie die Auflösung der vor kurzem gebildeten Organe für Staatsbürgerliche Arbeit.
So das bis zum 20.08.1990 die Einstellung der Arbeit staatsbürgerlicher Bildung und Abwicklung der entsprechenden Bereiche im Kdo LSK/LV und in den LSK/LV erfolgte.

Der grösste Teil der ehemaligen Politoffiziere verlies dann die NVA.
Ein geringer Personalteil konnte als Zivilbeschäftigte in der NVA weiter beschäftigt werden.