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- Verwaltung Luftstreitkräfte ( LSK) --
 
 
 
         
  Mit Befehl 5/56 vom 21.02.1956 ordnete der Minister für Nationale Verteidigung der DDR- die Bildung der Verwaltung Luftstreitkäfte und der Verwaltung Luftverteidigung der neuen NVA zum 01.03.1956 an.

Die Aufstellung der Verwaltung Luftstreitkräfte erfolgte am Standort Flugplatz Cottbus.

Mit der Führung der Verwaltung LSK wurde Generalmajor Heinz Zorn beauftragt.
Seinen Führungsstab gehörten an:
  • Stellvertreter und Chef des Stabes: OSL Helmut Sommerfeld.
  • Stellv. und Leiter Politabteilung: Oberst Arthur Franke.
  • Stellv. und Leiter Fliegerische Ausbildung: Oberst Walter Lehweiß-Litzmann
  • Stellv. und Leiter Fliegeringenieurdienst: Oberst Heinz Kaiser
  • Stellv. und Leitwer Rückwärtige Dienste: Oberst J. Adler
  • Leiter Abt. Nachrichten / Flugsicherung: Helmut Wagner ( später Oberst)

    Der Verwaltung LSK wurden unterstellt:.
  • 1. Fliegerdivision Cottbus - Kdr.: OSL Leander Ratz
  • 3. Fliegerdivision Drewitz - Kdr.: OSL Wolfgang Reinhold
  • Fliegertechnische Schule Kamenz - Kdr.: Oberst Otto Leopold
  • Fliegerschule Bautzen - Kdr.: Major J. Zieris

    Zum 01.03.1956 wurde die Arbeitsbereitschaft der Verwaltung LSK hergestellt.

    Mit Wirkung vom 01.03.1956 bildet das Ministerium für Staatssicherheit ( MfS) der DDR die für Militärabwehr zuständige Verwaltung 2000 und es erfolgt die Arbeitsaufnahme der festgelegten Strukturen bis auf Ebene des selbständigen Batallions der NVA.
    Auch in der Verwaltung Luftstreitkräfte beginnt damit die Arbeit der Verwaltung bzw. Miarbeiter 2000.

    Gemäß Befehl 43/56 des Ministers für Nationale Verteidigung erfolgte u.a. in der Verwaltung Luftstreitkräfte die Bildung einews Militärrates.
    Deren Aufgabe bestand in der Beratung des Chefs der Verwaltung in allen wichtigen Fragen der Führung und Ausbildung der Verbände / Einheiten sowie der politischen Erziehung.

    Mit Wirkung vom 01.07.1956 war die 1. Fliegerdivision Cottbus fertig aufgestellt.
    Die 1. Fliegerdivisiion bestand aus:
  • Fliegergeschwader-1 ( FG-1) in Cottbus-- Kdr.: Hptm Klaus-Jürgen Baarß
  • Fliegergeschwader-2 ( FG-2) in Cottbus -- Kdr.: Oltn Hans-Joachim Triebel
  • Fliegergeschwader-3 ( FG-3) in Cottbus--- Kdt.: Oltn Roland Peters
    Das FG-3 verlegte am 15.12.1956 zum Flugplatz Preschen.
  • Fliegertechnisches Batallion FTB-1 in Cottbus
  • Fliegertechnisches Batallion FTB-4 in Cottbus
  • Fliegertechnisches Batallion FTB-6 in Preschen
  • Nachrichten-und Flugsicherungskp.1 in Cottbus
    Geflogen wurde mit Flugzeugen Typ Jak-18, Jak-11 und 5x MiG-15.
    Für die Luftraumaufklärung und Jägerleitung wurden Rundblickstationen P-8 eingesetzt.
    Jedes der Fliegergeschwader bestand aus 3 Fliegerstaffeln.
    Jede der Fliegerstaffeln aus 3 Fliegerketten.

    Am 11.09.1956 wird Generalmajor Heinz Keßler Stellv. des Ministers für Nationale Verteidigung und Chef der Luftstreitkräfte und Luftverteidigung ( Chef LSK/LV).
    Der Chef der Verwaltung Luftstreitkräfte GM Zorn wird Stellv. Chef LSK/LV und Chef Luftstreitkräfte.
    Der Chef Luftverteidigung Oberst Bauer wird Stellv. Chef LSK/LV und Chef Luftverteidigung.

    Die Fliegertechnische Schule Kamenz und die Fliegerschule Bautzen nehmen am 08.09.1956 den Lehrbetrieb auf.
    Es erfolgt in der Fliegerschule Bautzen die Aufstellung des Fliegerausbildungsgeschwaders FAG-1 unter dem Kdr.: Hptm Henry Richter.

    Die erste große Herausforderung.
    In der Zeit vom 05.-08.09.1956 wird die erste Truppenübung einer Infantriedivision der NVA unter Leitung des 1. Stellv. des Ministers für Nationale Verteidigung GM Friedrick Dickel im Küstengebiet vor Stralsund und auf der Insel Rügen abgehalten.
    Als neu gebildete Luftstreitkräfte der NVA waren aus dem Bestand der Verwaltung Luftstreitkräfte beteiligt:
    20 Flugzeuge Jak-18; 2 Flugzeuge AN-2 und 2 Funkmeßstationen.
    Sämtliche Kommunikation erfolgte über Funk.

    Die nächste Übungsmaßnahme wurde im Zeitraum 24.-28.09.1956 als Divisionsübung der 1. Mot. Schützen Division Potsdam unter Beteiligung von Kräften und Mitteln der 1. Fliegerdivision durchgeführt.

    Bereits zum 15.09.1956 erfolgte die Einführung eines neuen Stellenplanes in den Luftstreitkräften und in der Luftverteidigung.
    Die zuvor vorgesehenen Schlachtfliegerdivisionen der Luftstreitkräfte wurden ebenso wie die Fliegerdivisionen der Luftverteidigung ersatzlos gestrichen.
    Dafür wurden die Planstellen im technischen und ingenieutechnischen Bereich erhöht.
    Gleichzeitig erfolgte die Einführung von Hoheitszeichen an den Flugzeugen der Luftstreitkräfte gem. Befehl 74/56 des Minister für Nationale Verteidigung.

    Ab dem 24.09.1956 kommt es zur Einführung der ersten strahlgetriebenen Jagdflugzeuge MiG-15 in den Fliegergeschwadern 1 und 2.

    Per 28.09.1956 galt die 3. Fliegerdivision als fertig aufgestellt.
    Die 3. Fliegerdivision bestand aus:
  • Fliegergeschwader FG-7 in Drewitz unter Kdr.: Major Wolfgang Reuter
  • Fliegergeschwader FG-8 in Preschen unter Kdr.: Hptm Ralf Brandt
  • Fliegergeschwader FG-9 in Preschen unter Kdr.: Hptm Siegfried Hauf
  • Fliegertechnisches Batallion FTB-2 in Drewitz
  • Fliegertechnisches Batallion FTB-3 in Preschen
  • Fliegertechnisches Batallion FTB-5 in Preschen
  • Nachrichten u. Flugsicherungskp.-3 in Drewitz

    Mit Befehl 113/56 vom 22.11.1956 ordnet der Minister für Nationale Verteidigung der DDR den Aufbau eines einheitlichen Führungsorgans für die Luftstreitkräfte und Luftverteidigung an. Das neue Führungsorgan war in der Zeit 01.12.1956 bis 10.01.1958 zu formieren.
    Vor diesem Hintergrund wird zum neuen Standort der Verwaltung Luftstreitkräfte STRAUSBERG bestimmt. Also Umzug von Cottbus nach Strausberg.

    Der StM u. Chef LSK/LV GM Keßler erhält Befehlsbefugnisse für Kaderangelegenheiten in der gesamten LSK und LV.

    In Dessau beginnt zum 01.12.1956 die Aufstellung einer Transportfliegerschule auf dem Gelände der ehemaligen Junkerswerke.
    Der Ausbildungsbetrieb gegann im März 1957. Zur Verfügung standen Flugzeuge AN-2 und IL-14.

    Ab 30.03.1957 erfolgte auch die Ausbildung auf dem Platz in Brandenburg/Briest- vorerst an AN-2. Nach Überführung der ersten Hubschrauber nach Dessau konnte auch an Hubschraubern SM-1 und Mi-4a eine Ausbildung stattfinden.

    Mit dem 14.04.1957 übergibt GM Zorn die Dienstellung ST Chef LSK/KV undChef LSK an Oberst Wilpert und geht zum Studium an die Generalstabsakademie der SU.

    Am 01.05.1957 konnten Truppen der LSK erstmals an einer Truppenparade teilnehmen und vollzogen die 1. Luftparade mit Überflug von 15 Maschinen MiG-15 in 200m Höhe.
    Kommandeur der Luftparade: OSL Wolfgang Reinhold

    Mit der Anordnung 30/57 des Ministeers für Nationale Verteidigung DDR über Strukturveränderungen und Umformierungen werden aus der bisherigen Verwaltung Luftstreitkräfte das Kommando Luftstreitkräfte und die Verwaltung Luftverteidigung zum Kommando Luftverteidigung und bereiten damit als operativ-taktische Führungsstäbe die Bildung des gemeinsamen Kommando Luftstreitkräfte /Luftverteidigung vor.
    Gründungsdatum des Kdo LSK/LV wurde der 31.05.1957.
  • Die bisherigen Leiter Aufklärung, Nachrichten, Chem. Dienst, Kfz-Dienst und Pionierwesen wedrden zu Chefs ihrer Bereiche.
  • Generalmajor Keßler wird StM und Chef Verwaltung LSK/LV.
    Die Strukturverändeungen treten noch am 01.06.1957 in Kraft.

    Weitere Gliederung Verwaltung LSK/LV:
  • Stellv. Chef LSK/LV und Chef LSK wird Oberst Paul Wilpert
  • Stellv. Chef LSK/LV und Chef Luftverteidigung wird Oberst Bauer
  • Chef des Stabes LSK/LV wird Oberst Hans Gustav Schröder
  • Stellv. Chef LSK/LV und Chef Politabteilung wird Oberst A. Franke
  • Leiter Fliegeringenieurdienst wird Oberst H. Kaiser
  • Leiter RD wird Oberst J. Alter

  • Chef Nachrichten u. Flugsicherung wird Oberst H. Wagner - ( vormals Leiter Abt. Nachrichten/Flugsicherung Verw. LSK)

    In der Verwaltung LSK/LV wird mit dem Aufbau der Funktechnischen Truppen FuTT eine neue Waffengattung der NVA geschaffen.
  • Kommandeur der FuTT wird Major Manfred Zwiener

    Damit endet die Struktur der Verwaltung LSK.

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