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- LSK/LV NVA -

 
 
- Westlicher Kriegsschauplatz-
 
 
 



         
  Die Welt war durch die Supermacht UdSSR in mögliche Kriegschauplätze eingeteilt.
Dieses reichte vom Pazifik als Pazifischer Kriegsschauplatz über Südwestlicher Kriegsschauplatz ( Rumänien, Jugoslawien... contra Italien ) bis zum Westlichen Kriegsschauplatz in Mitteleuropa ( DDR, CSSR contra BRD, Niederlande, Dänemark ...).

Für die Luftverteidigung waren die sowjetischen Hauptgefechtsstände analog festgelegt:
Hauptgefechtsstand Südwest der Luftverteidigung: Kiew.
Hautgefechtsstand West der Luftverteidigung: Minsk ( war für DDR zuständig.).

Der Westliche Kriegsschauplatz wäre im wesentlichen auf dem Territorium der DDR und der BRD gewesen.

Für den Westlichen Kriegsschauplatz wurde 5 bis 6 Fronten eingeplant.
Eine Front war eine militärische Gruppierung ( Heeresgruppe) , bestehend aus mehreren Armeen und Verbänden mit einer definierten Breite des Kampfgebietes.
Für den Westlichen Kriegsschauplatz waren vorgesehen:
1. Front ( 1. Westfront )- bestehend aus GSSD/WGT und NVA - Führung durch GSSD/WGT
2. Front ( Küstenfront ) - bestehend aus poln. Armee und Teile NVA - Führung durch poln. Armee
3. Front ( 1. Südwestfront) - bestehend aus Tschech. Armee und russ. Zentralgruppe-- Führung tschech. Armee
4. Front ( 2. Westfront)- bestehend aus Sowjetarmee im Militärbezirk Weißrussland-- Führung Sowjetarmee
5. Front ( 2. Südwestfront) - bestehend aus Sowjetarmee im Militärbezirk Karparten -- Führung Sowjetarmee
weitere selbständige Armeen als Reserve des Oberbefehlshabers
zwei sowjetische Luftarmeen aus der Reserve der Oberkommandierenden VSK.
zwei sowjetische Luftlandedivisionen aus der Reserve des Oberkommandierenden
Vereinten Ostseeflotten ( Baltische Rotbanner Flotte, Poln. Seekriegsflotte, Volksmarine DDR)


   
  Der Kriegsschauplatz war in Strategische Richtungen aufgeteilt:
Nordeutsche Strategische Richtung mit 2 Fronten in der 1. operativen Staffel
mit den Operationsrichtungen Jütland ( Schleswig- Holstein, Dänemark)--- Nordfront / 1 poln. Armee.
Operationsrichtung Küste ( Richtung Bremen)-- Nordfront / 2 poln. Armeen
Operationsrichtung Ruhr--- 1. Front

Süddeutsche Strategische Richtung mit 2 Fronten in der 1. operativen Staffel.
Operatinsrichtung Lohringen ( Frankfurt/Main)-- 1. Front
Operationsrichtung Bayern--- 1. Südwestfront


Truppen der NVA und damit auch der LSK/LV NVA handelten im Bereich der 1. West-Front und der polnischen Küstenfront.

Die Vereinten Streitkräfte auf dem Westlichen Kriegsschauplatz- auch Truppen in Westrichtung genannt- befehligte ein Oberbefehlshaber der Truppen in Westrichtung mit seinem Stab.
Sein Standort: Legnica in Polen.
Bis zu den 1980ger Jahren war diese Position nicht ständig besetzt. Mit Auslösung entsprechender Stufen der Gefechtsbereitschaft kam es zur Formierung des Stabes aus Kräften der VOK, des sowjetischen Generalstabes und den Teilnehmerstaaten des Warschauer Vertrages.
In den 1980ger Jahren wurde dann ein Grundstock des Stabes in Legnica ständig besetzt und der Oberbefehlshaber war ebenfalls als ständiger Dienstposten besetzt. Gemäß dem sowjetischen Führungsanspruch natürlich mit einem Marschall der Sowjetunion.
Der Oberbefehlshaber der Truppen in Westrichtung verfügte auf dem Territorium der DDR über 2 vorgeschobene Gefechtsstände. Voll ausgebaute mehretagige Tiefbunker.
Das waren einmal der Bunker bei Falkenhagen/Seelow für den Führungsgruppe der 1. Strat. Staffel ( Küstenfront, 1. Westfront und 1. Südwestfront und Teile Vereinte Ostseeflotten mit Führungsbunker Tessin)).
Und im weiteren der Bunker Schwepnitz/Königsbrück für die Führungsgruppe der 2. Strat. Staffel ( 2. Westfront und 2. Südwestfront und Teile Vereinte Ostseeflotten)

NVA und LSK/LV waren in beiden Führungsbunkern mit operativen Gruppen vertreten.

Mit Wegfall der Küstenfront in der 80ger Jahren infolge der Veränderungen in Polen hatte dann die 1. Front auch die Aufgabe der Operationsrichtung Küste.
Dazu wurde dann die in Polen stationierte Nordgruppe der sowjetischen Streitkräfte den Oberkommandierenden der 1. Westfront unterstellt und in Küstenrichtung im Zusammenwirken mit der 5. Armee (NVA) eingesetzt.

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