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- Die LSK/LV -

 
 
- der Befehl 90/90 Chef LSK/LV
 
 
 
         
  „Der Befehl 90/90 des STM und Chef LSK/LV über die Organisation und Durchführung des DHS der DDR vom 14.02.1990 stellte entscheidende neue Weichen zur de facto Nichtanerkennung eigener Souveränität der DDR in Fragen der Lufthoheit.

Zum einen werden dort für die LSK/LV die zum DHS bestimmten neuen Regeln der Luftverteidigungszonen befohlen. Wonach im wesentlichen die Heereskommandeure der 5 in der DDR stationierten russ. Armeen die Befehlsgewalt in den LV Zonen erhielten. Damit wurden praktisch grundlegende Sachverhalte einer territorialen Luftverteidigung ad acta gelegt und eine Führung nach den ganz anderen Leistungsbestimmungen der Truppenluftabwehr zugrunde gelegt.



Es gab bereits vor dem Befehl 90/90 sonderbare Funktionsregelungen im DHS. So hatte die 41. FRBr. Ladeburg zur eigenen Luftraumaufklärung und automatisierten Führung eine eigene Funktechnische Abteilung ( FuTA-4101). Diese tat jedoch nur Wochentags von 8-18 Dienst. Die andere Zeit erfolgte die Sicherstellung durch das FuTB-61 Müncheberg.

Hinsichtlich der benannten Prämissen zum Nachteil der LSK/LV in Sachen Luftverteidigungszonen ging dann die Führung der LSK/LV mit dem Befehl 90/90 soweit, den Bestand an LSK/LV Fla-Raketen im DHS zu veringern und damit den russ. Befehlshabern der LV Zonen einen geringeren Zugriff auf LSK/LV Luftverteidigungsmittel zu ermöglichen !
Als feste DHS Einheiten sollten NUR noch eingesetzt werden ( S-200 Komplexe) die FRAG 411 Osterne und die FRAG 431 Prangendorf zuzüglich je einer FRA zu deren unmittelbaren Dedckung.


Alle anderen FRR hatten NUR noch EINE FRA im DHS einzusetzen. Die 43. FRBr plus eine weitere FRA auf Rügen. Für die DHS FRA waren DANN lediglich Einsatzstufen täglich von 8 bis 16 Uhr in B-II und außerhalb dieser Zeit in B-III.

Das bedeutete von einer ehemals 50%tigen DHS verfügbarkeit der FRA sank die Verfügbarkeit auf 1-2 FRA pro Verband.

Auch bei den Jagdfliegern verringerte sich der DHS Bestand auf EIN PAAR Jagdflugzeuge PRO LVD !

   
  Da die NVA NICHT in der Lage war, auf Grund der politischen Veränderungen selbst diese Veränderungen umzusetzen, trat am 20.02.1990 eine " zeitweilige Ordnung des DHS" in Kraft und mit der WGT wurde vereinbart, die "Vereinbarungen zur Vervollkommnung der Luftverteidigung " auf unbestimmte Zeit auszusetzen ( damit waren die Luftverteidigungszonen gemeint).    
  Das führte dazu, dass es bereits 1990 praktisch KEIN DHS und keine Luftverteidigung auf dem Gebiet der DDR gab. !

Lediglich die russ. Streikräfte handelten mit Umstrukturierungen zum Schutz der eigenen Truppen !
Der Befehlshaber der 2. Gardepanzerarmee setzte seinen Anspruch auf die LV-Zone um. Es wurden zusätzliche Nachrichtenverbindungen von LSK/LV NVA Standorten der LV-Zone zu dessen Führungsstelle Fürstenberg geschaffen. Und er organisierte die 157. FRBr Güstrow/Wittstock der russ. Luftverteidigung fort, um deren Standorte mit Kräfte und Mittel seiner Truppenluftabwehr zu ersetzen.