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- LSK/LV-

 
 
- Bundeswehrkommando Ost -
 
 
 
         
  „Gemäß den 2+4 Verträgen durften milit. Gruppierungen in der ehemaligen DDR keinen NATO Befehl unterstehen, solange russ. Truppen auf dem Gebiet der ehem. DDR stationiert waren.
Gleichzeitig war in den 2+4 Verträgen eine Obergrenze der geimsamen deutschen Streitkräfte festgelegt worden. Aus der in Ostdeutschland stationierte deutsche Streitkräfte eine Obergrenze von 50000 Mann erhielten ( 40.000 Mann Heer / 8500 Mann Luftwaffe / 1500 Mann Marine).

Da die Streitkräfte der Bundeswehr jedoch in den NATO Strukturen eingebunden waren, musste für deutsche Streitkräfte in Ostdeutschland eine Sonderstruktur gefunden werden..
Dieses Sonderkonstrukt war quasi eine Bundeswehr Ost ohne NATO Kommando in der Bundesrepublik Deutschland.

Als höchste Führungsebene der Bundeswehr Ost wurde das Teilstreitkräfte übergreifende
" Bundeswehrkommando Ost" für das Beitrittsgebiet der ehem. DDR gebildet.
Standort des Bundeswehrkommando Ost wurde am 04.10.1990 das Minsterium für Verteidigung ( MfNV) der DDR in Strausberg, 40 km östlich Berlins.
Dieses Bundeswehrkommando Ost basierte auf Strukturen des MfNV / Hauptstab der NVA und wurde durch Bundeswehrangehörige West sowie Beamte geführt.

Aufgabe des Bundeswehrkommando Ost war die Auflösung der NVA DDR in Verbindung mit einer Umgliederung von den zur Weiterverwendung vorgesehenen Einheiten und Verbänden, unter gleichzeitiger Reduzierung des Personalbestandes der Ex-NVA auf unter 50.000 Mann.
Gleichzeitig galt es, dass Wehrmatarial der NVA zu erfassen, zu katalogisieren, zu sichern, zu verwerten bzw. auszumustern.
Außerdem galt es, die zum 01.09.1990 bei der NVA einberufenen Rekruten weiter auszubilden, die sanitätsdienstliche Versorgung der Truppe sicher zu stellen und die Umschulung von übernommenem NVA-Personal zu organisieren.
Nicht zuletzt musten auch die von der NVA in erheblichem Umfang übernommenen Fernmeldeverbindungen reduziert und in ihrem Bestand an die neuen Stationierungskonzepte angepasst werden.

Ebenso wie im Kdo LSK/LV wurden Dienstposten im Bundeswehrkommando Ost von zeitweilig übernommenem NVA-Personal und Bundeswehrangehörigen West besetzt.
Das Bundeswehrkommando Ost unterstand dem Bundesministerium für Verteidigung direkt.
Befehlshaber wurde Generalleutnant Jörg Schönbohm
Stellv. des Kommandeurs wurde Generalmajor Werner von Scheven.

Dem Bundeswehrkommando Ost nachgeordnet und unterstellt wurden:
  • für die Luftwaffe:
    Kommando LSK/LV Vorbereitungsstab 5. Luftwaffendivision in Eggersdorf/Strausberg.
  • für die Marine.
    Kommando Volksmarine Marine-Aufstellungskommanmdo Ost in Rostock- Gehlsdorf
  • für die Landstreitkräfte:
    Kommando Landstreitkräfte Heereskommando Ost in Potsdam-Geltow für die dem Kdo Lask direkt unterstellten Einheiten.
    Wehrbereichskommando VII Leipzig für Militärbezirk 3 NVA
    Wehrbereichskommando VIII Neubrandenburg für Militärbezirk 5 NVA
    sowie
  • Wehrbereichsverwaltung VII Strausberg als Neuaufstellung der Wehrverwaltung Ost.

    Es war ursprünglich geplant, dass Bundeswehrkdo Ost bis 1994 zum Ende des Abzug der russ. Truppen aus Ostdeutschland als oberste milit. Kommandobehörde Ost bestehen zu lassen.
    Dieser Umstand führte jedoch zu einer Beschneidung von Zuständigkeiten der Befehlshaber der Teilstreitkräfte in der Bundeswehr.
    Letztendlich setzten sich die Befehlshaber der Teilstreitkräfte im BmVg mit ihrer Auffassung durch, ohne Zwischenschaltung des BwKdo Ost die TSK-zuständige Truppenführung für in Ostdeutschland stationierte Bundeswehrverbände selbst zu vollziehen.
    Dieser Umstand bedeutete, dass vom BwKdo Ost schrittweise Aufgaben und Zuständigkeiten an die höheren Kommandobehörden der Teilstreitkräfte in den alten Bundesländern angegeben wurden.

    Zum 01.04.1991 trat eine Übergangstruktur der Bundeswehr in Kraft:
    Unterstellt waren dann:
  • Kommando 5. Luftwaffendivision in Eggersdorf/Strausberg
  • Marinekommando Ost in Rostock-Gehlsdorf
  • Korps-und Territorialkommando Ost in Potsdam -Geltow

    Im Laufe des April 1991 wurden dann Zuständigkeiten vom BwKdo Ost in die vorgenannten Kommandos Ost und in die Teilstreitkräfte übertragen.

    Damit konnte dann das Bundeswehrkommando Ost bereits zum 30.06.1991 aufgelöst werden.

    Struktur Bundeswehrkommando Ost

    Parallel zum Bundeswehrkommando Ost war im ehemaligen Ministerium für Nationale Verteidigung DDR in Strausberg befristet eine Außenstelle des Bundesministerium für Verteidigung (BmVg Ast Ost) tätig.

    Struktur Ast BmVg

    Als Verbindungs-und Koordinierungsorgan für die russ.Truppen in Ostdeutschland wurde am Bundeswehrkommando Ost ein "Deutsches Verbindungskommando zu den sowjet. Streitkräften in Deutschland" aufgestellt und betrieben.
    Seine Diensträume hatte Verbindungskommando in den Räumen 101 bis 174 im ehemaligen Operativen-Ausbildungszentrum der NVA - einem separaten Gebäudekomplex im ehem. MfNV der DDR in Strausberg.
    Leiter des Verbindungskommandos war Generalmajor Foertsch.

    Struktur Verbindungskommando zur WGT

    Für die Luftwaffe war am Standort Wünsdorf bei der 16. Luftarmee WGT ein eigenes Verbindungskommando eingerichtet.

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